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Tobias Pfister - Saxophon

Noah Punkt - El-Bass

Ramón Oliveras - Schlagzeug

 

 

En guete, Smakelijk, Bon Appetit, Schmecken lassen!

Warum nicht auch mal kulinarisch werden? Punkt3 schmeckt vortrefflich! Also die Musik ist ein wahrer Gaumenschmaus. Eine feine Balance von Süße und Säure. Jede_r sollte in den Genuss von punkt3 kommen. Jeden Tag. Dafür stehen wir mit unserem AlltagsbeköstigungsJazz. Ebenfalls: Jeden Tag. Zu unserer täglichen Routine gehört es – mit einer munter lustigen Geschichte auf den Lippen – nur die besten Zutaten miteinander zu vermengen; hier ein paar frische Vierteltöne, da ein halben Esslöffel Odd Meter, mitunter auch eine Prise blauer Noten und zu guter letzt ein schonend serielles Durchgaren. Serviert wird das Ganze als Dreigängemenü mit Saxophon, Bass und Schlagzeug. Alles Bio bis frugan. Genuss pur und immer linksdrehend und probiotisch.

 

Wohlbekömmlich ist dieser Hot Pot bestehend aus Tobias Pfister, Noah Punkt und Ramón Oliveras allemal. Dippen auch Sie ein und flößen Sie sich die wunderbarste und schmackhafteste Melange seit der Erfindung des Jazz ein.

En Guete oder der AlltagsbeköstigungsJazz ist Level zwei (2) des AlltagsbewältigungsJazz. Jetzt geht es an die ganz basalen Dinge des Alltages. Nicht mehr hochtrabende Philosophien und weise Worte: Bier und Fritten, belegte Brote, Mettigel. Was wirklich in den Küchen Europas passiert: ein Exklusivbericht, schonungslos, abgründig, yummy.

Mann kennt das aus dem frühen Experimentalfilm, dass Gegenstände ein Eigenleben entwickeln und sich Regenschirme, Sofas, Kleidungsstücke wie von selbst durch die Landschaft bewegen und wenn man diese Musik – so wie ich – diese Musik zuerst in einem Zustand leichter Übermüdung hört, stellt sich ein ähnlich zauberhafter Effekt ein, so als trennten sich die Linien von Bass, Sax und Schlagzeug und legten sich parallel. Dennoch behalten die Linien einen untergründigen Kontakt. Was aber das Phänomenale ist, dass sie mein Gehör schärfen. Die Eindrücke werden ungemein plastisch und mein Gehör gewinnt Tiefenschärfe. Und die ganze Zeit geht mir ein Zitat von Günter Anders durch den Kopf:

 

„Die Musik entreißt in der Zeit dem Leben sein eigentümliches Medium und seine Bewegungskraft, hält sie außerhalb ihres historischen Zusammenhanges und außerhalb des Kontinuums ihrer Motive, hält sie dennoch in ihrem Produkt am Leben, ja stimmt sie, als wäre sie unübernommen, parasitenhaft zu ihrem eigenen Medium und zur Bewegungskraft des Produktes um, und lebt nun auf Kosten des in der Zeit sich realisierenden Lebens ein Nebenleben.“

 

Jan Kuhlbrodt

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punkt3

 

Leidenschaftlicher Alltagsbewältigungsjazz